
Kronen Zeitung
RED BULL SALZBURG
Neuer Sportboss: „Trete an, um lange zu bleiben“
Vor dem Testspiel gegen die Bayern wurde Salzburgs neuer Geschäftsführer Sport Marcus Mann erstmals offiziell vorgestellt. Der Deutsche präsentierte sich in guter Laune und sprach über den aktuellen Kader der Bullen.
Seit 24. Dezember ist es offiziell: Österreichs Vizemeister Red Bull Salzburg hat mit Marcus Mann einen neuen Geschäftsführer Sport. Am Dreikönigstag, nur kurz vor dem Testspiel gegen Bayern München (Anpfiff 15 Uhr), präsentierte sich der neue Sportboss gemeinsam mit Finanzboss Stephan Reiter der Öffentlichkeit. „Ich freue mich, dass ich hier bin. Red Bull Salzburg ist ein ambitionierter Verein mit großen Zielen und top Bedingungen“, sagte der 41-Jährige in einem ersten Statement. Reiter meinte: „Wir haben uns gemeinsam mit unseren Vorständen unter der Leitung von Harald Lürzer die notwendige Zeit gelassen und auch unser Netzwerk genützt, um für diese bedeutende Position den richtigen Nachfolger zu finden.“
Sein Vorgänger, Rouven Schröder, war nur von Dezember 2024 bis Oktober 2025 in Salzburg. Mann hat vor, deutlich länger als sein Landsmann beim einstigen Serienmeister zu arbeiten. „Man weiß im Fußball nie, was passiert. Aber ich trete hier an, um lange zu bleiben.“
Angekommen ist er erst am vergangenen Samstag, pünktlich zum Trainingsauftakt. Trainerteam und Mannschaft machten dabei die erste Bekanntschaft mit Mann. Dieser hat nach den ersten Einheiten bereits einen guten Eindruck bekommen. „Die Stimmung war gut. Die Trainingseinheiten haben gut ausgesehen, es war ein gutes Tempo drin.“ Dennoch fiel es ihm schwer, wirklich jeden einzelnen Spieler zu bewerten. Mit 26 Feldspielern und vier Torhütern kann man schon mal die Übersicht verlieren. Dass der Kader derzeit noch so groß ist, bestätigt Mann: „Für das Trainerteam ist es mit so einem großen Kader auch nicht einfach.“
Rückendeckung für Trainer Letsch
Bis die ersten Transfers getätigt werden, kann es also noch dauern. „Es hat im Trainingslager (Anm. ab Donnerstag in Belek) jeder die Möglichkeit, sich zu zeigen. Danach wird man schauen.“ Auch die Frage nach der Situation von Trainer Thomas Letsch stand freilich im Raum. Zwar führen die Bullen die Bundesliga-Tabelle an, die Leistungen waren aber oft nicht zufriedenstellend. „Thomas Letsch ist unser Trainer. Er hat unser Vertrauen und meine Unterstützung. Der Punkteschnitt (Anm. 1,88 Punkte pro Ligaspiel) wird aber sicher nicht reichen, um unsere Ziele zu erreichen.“
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